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[Bahnhaltepunkt Hohenecken]
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Autor: Klaus Merkert
Letzte Änderung dieser Seite: 02.07.2016 09:52:05  1576

Herr Wiesemann von der BUND Kreisgruppe Kaiserslautern schrieb am 23.11.2012:

Sehr geehrte Damen und Herren der Presse,

derzeit wird von Seiten der Stadtverwaltung über die Finanzierbarkeit des Bahnhaltepunktes Hohenecken im 
Zusammenhang mit der Haushaltsplanung 2012 diskutiert. Obwohl ein einstimmiger Ratsbeschluss vorliegt, in 
dem sich alle Parteien zum Bahnhaltepunkt bekennen, scheint dessen Einrichtung durchaus noch nicht als sicher. 
Aktuell ist plötzlich eine Studie aufgetaucht, die Möglichkeiten abwägt, den Bahnhalt durch einen geänderten 
Bustakt zu ersetzen. Die Absicht dieses Vorgehens ist unserer Meinung nach leicht zu durchschauen: 
Rückwärtsgewandte Akteure der Stadtpolitik versuchen, sämtliche Landesmittel für den Verkehr alleinig dem 
wenig nachhaltigen Ausbau des motorisierten Individualverkehrs zuzuführen. (Unterführung Trippstadter Str, 
Ausbau Berliner Brücke...) Deswegen ist es uns wichtig von Seiten des Bundes für Umwelt und Naturschutz 
Deutschland (BUND) hier klar Farbe zu bekennen:  
Busverkehr kann den Bahnhalt nicht ersetzen. Es muss darum gehen, attraktive öffentliche Verkehrsmittel 
für breite Bevölkerungsschichten barrierefrei zur Verfügung zu stellen. Dies kann der Bus nicht leisten. 
Allgemein finden Ziele, welche nur über einen Verbund von Bus und Bundesbahn erreicht werden können, 
beim Nutzer nicht annähernd die Akzeptanz wie Ziele, welche über die Bahn direkt angebunden sind. Die 
Umsteigesituation von dem Bus auf die Bahn ist hier zu unattraktiv und zu zeitraubend. Darüber hinaus 
benötigt eine Busverbindung von Hohenecken bis in die Stadt die doppelte Fahrzeit. Diese Gesamtsituation 
ist für Pendler in die Rhein – Main – Region ein großer Nachteil. Diese wären endlich auch von Hohenecken 
aus an den Rheinland – Pfalz – Takt angeschlossen. Für die täglichen Schülerströme in Richtung Schulzentrum 
Süd, Heinrich–Heine-Gymnasium und Hohenstaufengymnasium (Haltepunkt Galgenschanze) wäre eine Bahnanbindung 
ebenfalls eine nachhaltige Verbesserung. Was bei der Betrachtung der möglichen Busanbindung in Richtung Stadt 
ebenfalls vergessen wird: Die Bahn verkehrt in zwei Richtungen. Auch nach Süden sind attraktive Ziele vorhanden, 
welche von Hoheneckener Mitbürgerinnen und Mitbürgern sicher gerne besser erreicht werden würden als dies im 
Moment möglich ist. Aus diesem Grund sehen wir in dem Bahnhaltepunkt Hohenecken neben einer Verbesserung der 
Radverkehrssituation eines der wichtigsten Verkehrsinfrastrukturprojekte in Kaiserslautern.

Mit freundlichen Grüßen

Tobias Wiesemann, BUND Kreisgruppe Kaiserslautern, zweiter Vorsitzender